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Sabine van Baaren- Whatever comes
Seit mehr als 22 Jahren ist die in Köln lebende Sängerin
Sabine van Baaren international unterwegs; auf der Bühne, im
Studio, auf CDs, im Radio und im Fernsehen neben ihre eigene Gruppe
Vocaleros, u.a. mit Jon Lord, Phil Carmen, Pe Werner und Jule Neigel.
Seit neun Jahren arbeitet sie zudem als Heilerin und hat dazu eine
eigene Methode entwickelt. Als wichtigstes Instrument dient ihr
dabei die Stimme.
Sabine van Baaren: "Eine Heilerin ist jemand, der die Menschen
mit Energien begleitet und sich dabei bemüht, dass sie ihre
inne wohnende Kraft und die inneren Potenziale aktivieren. Mit meiner
Musik gebe ich Heilungsenergien weiter und zwar vor allem über
meine Stimme, die als eine Art Träger für diese Energie
fungiert."
Diese Stimme ist - neben anderen hochmusikalischen Petitessen -
nun auf ihrer neuen CD zu erleben: Whatever Comes.
Die Texte entstanden zum Teil gemeinsam mit der amerikanischen Singer/Songwriterin
Amy Antin. Prominente
Unterstützung erhielt sie durch Charlie Mariano am Altsax,
Bert Smaak
am Schlagzeug und Stephan
Scheuss, Gesang. Teilweise gemeinsam mit ihrem Produzenten Matthias
Krauss, wurden zwölf Songs eingespielt, die einen prägnanten
Eindruck von der ungewöhnlichen Kraft vermitteln, die von der
Stimme van Baarens ausgeht. Die CD bietet eine gelungene Mischung
aus gefühlvollen melodischen Songs, denen allen eines gemeinsam
ist: Sie berühren die Seele der Zuhörerschaft.
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Interview
Deine Musik und Dein Gesang hat eine
unbestreitbare Wirkung auf die Zuhörerinnen und Zuhörer.
Kommt diese Wirkung von der Stimmen-Klangfarbe oder sind es die
Kompositionen, von denen diese Wirkung aus geht?
Das sind die Kompositionen- aber es ist auch die Stimme. Ich kenne
das sogar vom Telefonieren. Auffallend häufig sagen die Leute,
und zwar ungefragt, dass sie sich irgendwie berührt fühlen
vom Klang der Stimme; beruhigend oder Geborgenheit vermittelnd.
Wie hast Du entdeckt, dass Deine Stimme
noch mehr hat als musikalisches Talent und Können?
Es war auf einem Konzert mit den Vocaleros. Da kam eine Frau zu
mir, die mit sehr starken Kopfschmerzen gekommen war und die sagte,
dass sie nach einem von mir gesungenen Titel feststellte, dass ihre
Kopfschmerzen verschwunden waren. Das hat mich sehr berührt
damals und war dann letztlich der Anlass, eine Ausbildung zur Heilerin
gemacht. Ich hatte erfahren, dass es so etwas gibt wie Energie durch
Handauflegen weiter zu geben. Ich dachte, wenn das mit Händen
geht, dann muss das auch, und wahrscheinlich noch viel intensiver,
mit den Einsatz von Stimme und Gesang gehen. Mir wurde klar, dass
das in meiner bisherigen Laufbahn ja ohnehin schon der Fall war
und fortan wollte ich das bewusster und gezielter einsetzen.
Welche Kriterien sind denn dabei zu
berücksichtigen?
Zunächst habe ich den Menschen, die zu Sessions zu mir kamen,
angeboten, meine Stimme einzusetzen. Durch die Erfahrungen dieser
Leute habe ich dann unglaublich viel gelernt.
Zum Beispiel bei der Einzelarbeit. Beim Improvisieren kam plötzlich
eine Sprache auf, die es vielleicht gar nicht gibt. Eine Lautsprache,
bei der sie entweder Farben sahen oder eine starke Geborgenheit
fühlten. Was dazu führte, dass sie sich stark und gründlich
entspannen konnten was wiederum zur Folge hatte, dass sich dadurch
vieles öffnete und so an die Oberfläche gelangen konnte.
Die Stücke auf der CD sind allerdings
nicht improvisiert sondern durcharrangiert. Wie bist Du dabei vorgegangen?
Vier Jahre sammelte ich einschlägige Erfahrungen. Dabei sind
hin und wieder Melodien oder Textzeilen in meinem Kopf hängen
geblieben. Irgendwann habe ich mich ans Klavier gesetzt und die
Teile, die mir gut gefielen, als eine Art Song oder als Gebet strukturiert.
Bei Improvisationen ist es oft ein
"Es", das singen lässt. Wie ist das bei dieser CD?
Auch auf der CD gibt es den sog. Es-Charakter. Zum Beispiel bei
dem Stück Give me your guidance. Das ist zunächst ausschließlich
improvisiert, ich hab mich führen lassen. Die Chöre wurden
dann nachträglich dazu arrangiert. Das war auch bei dem Stück
Dialog so. Ich hatte das Gefühl, geführt zu werden. Da
habe ich auch diese seltsame Sprache durchkommen lassen.
Was unterscheiden diese Sprache von
anderen Improvisations-Genren wie zum Beispiel dem Scatgesang?
Ich Gegensatz zum Scatgesang hört es sich bei mir wie eine
Sprache an. Die fließt bei mir so selbstverständlich,
als ob ich sie kennen würde. Oft geht es den Zuhörern
ähnlich: "Ich verstehe, was Du meinst, obwohl ich es nicht
verstehe." Ich kann nichts genaueres darüber sagen, weil
ich nicht weiß, woher es kommt.
Hast Du das Gefühl, dass es von
außen kommt? Oder kommt es von Dir, von Innen?
Ich glaube, es kommt von innen. Vielleicht machen wir auch einen
Fehler, wenn wir das trennen weil ja alles eins ist. Ich denke,
es gibt in jedem von uns eine Art Urquelle an Wahrheit, Wissen und
so weiter; all das, was wir als Tugend und Talenten haben. Jeder
hat diesen Kern in sich und ich scheine Zugang dazu haben, wenn
ich singe. In dem Moment in dem ich mich entscheide, Zugang haben
zu wollen, geschieht genau das.
Dann kommt diese Sprache oder es kommen diese Klänge.
Mein gesamtes Konzept basiert auf dem Wunsch, dass die Menschen
diese Fähigkeiten bei sich selber entdecken. Ich denke, dass,
wenn man die CD einwirken lässt, sich bei den Leuten etwas
öffnet, das zur Unterstützung dieser Quellen dient.
Mehr Infos zu Sabine van Baaren finden sie auf ihrer Homepage.
Die CD können sie online
bestellen.
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